Inflation 2022 : Welche Maßnahmen helfen das Vermögen zu schützen?

Zuletzt aktualisiert: 17. März 2022│   Geschätzte Lesezeit: 3,3 Minuten

Die anhaltende Inflation schürt bei vielen Verbrauchern und Sparern Ängste. Allein zum Jahreswechsel kletterte der Wert auf rund 5 Prozent und die Preise für Lebensmittel, Energie oder auch für viele andere Güter des herkömmlichen Bedarfs steigen seit Monaten. Eine Tendenz, mit der auch eine weitere große Problematik einhergeht: die schleichende Entwertung des Geldvermögens auf Bank- und Sparkonten, Anlagen oder in Depots.

Prognosen deuten auf wenig Veränderung

Auch für das Jahr 2022 dürften sich wenige Änderungen ergeben und kaum wahrnehmbar dezimiert die Inflation das Vermögen, welches real an Wert verliert. Die deutsche Wirtschaft steht aufgrund der immer noch gegenwärtigen Corona-Krise weiter unter Druck. Selbst im etablierten Export-Bereich, wo zu großen Teilen die Auftragsbücher gut gefüllt sind, sorgen Zulieferschwierigkeiten für große Probleme. Im Fazit wird das Wirtschaftswachstum weniger ansteigen als prognostiziert. Parallel sind nahezu alle Unternehmen dazu gezwungen, Preissteigerungen, hervorgerufen durch höhere Lohn- und Energiekosten sowie Lieferengpässe an die Kunden/- innen weiter zu geben. Ein Aspekt, der die Teuerungsrate, welche schon jetzt historische Dimensionen angenommen hat, noch weiter antreibt. Da die Währungshüter der Europäischen Zentralbank in der augenblicklichen Situation noch keine Maßnahmen angekündigt haben, der Inflationsentwicklung zu begegnen, ist ein zügiges Ende der Preissteigerungen, der Vermögensentwertung und einer negativen Realverzinsung nicht abzusehen.

Die EZB-Direktorin verwies auf die zurückliegende sehr lange Phase einer äußerst niedrigen Inflation und bewertete den als kurzfristig anzusehenden Anstieg als eher positives Signal, um der Fiskal- sowie Geldpolitik des Euroraumes neue Chancen zu ermöglichen, aus dem seit Jahren anhaltenden Niedrigzinsumfeld zu gelangen. In dem aktuellen Vortrag Schnabels stehen die enorm angestiegenen Energiepreise im eindeutig hervorgehobenen Kontext mit der politischen Wende zu einer grünen Energiequellenversorgung, welche mittelfristig das Risiko einer höheren Inflation beinhalten würden. Eine nahezu 180-Grad-Wende, die kaum erklärbar scheint. Auch für Ökonomen wie beispielsweise Thomas Mayer, verantwortlicher Vermögensverwalter der Flossbach von Storch AG, ein merkwürdiges Vorgehen, da die EZB den plausiblen Faktor der seit Monaten ansteigenden Energiepreise als Bewertungskriterium zur Inflationsgefahr längst hätte erkennen müssen. Wie der Umstand des augenscheinlichen Berechnungsfehlers zustande kam, darüber schweigt die EZB-Direktorin.

Vermögensanlage der Situation anpassen

Für Anleger und Sparer sind die ohnehin schon seit geraumer Zeit vorherrschenden Bedingungen und die weitere Prognose keine wirklich guten Nachrichten. Natürlich könnten viele der Expertise von einigen Fachleuten folgen und versuchen, die Krise schlichtweg auszusitzen, doch über eine länger andauernde Phase hinaus bedeutet dies nicht nur den ein oder anderen herben Vermögensverlust, sondern nach Auffassung diverser Finanzexperten und eines renommierten Bankhauses eine schleichende Enteignung der Sparer/- innen. Ein sorgsames Überdenken der Vermögensanlage könnte also in den Vordergrund rücken. Hierzu ist der Aufbau eines inflationsgeschützten Depots eine durchaus geeignete Maßnahme. Mit dem Umschichten der Geldanlagestrategie lassen sich im Idealfall so hohe Gewinne erwirtschaften, dass die Inflation ausgeglichen werden kann.

Ein entsprechendes Depot sollte über Sachwerte wie Aktion verfügen. Investitionen in die stetige Krisenwährung Gold könnten ebenfalls eine lohnende Anlage darstellen, denn auch wenn ein aufgebautes Goldvermögen keine regelmäßigen Renditezahlungen abwirft, so wird dennoch langfristig die Kaufkraft erhalten und im Falle von Preissteigerungen wie beispielsweise beim Ausbruch der Corona-Pandemie können die Goldwerte durchaus wieder sehr gewinnbringend veräußert werden. Bei Anlageinvestitionen in Unternehmensanteile können die Aktionäre Dividenden und Kursgewinnen erwarten. Selbst im vergangenen Corona-Krisen-Jahr 2021 stieg der deutsche Leitindex um 15,6 Prozent. Bei der deutschen Index-Alternative BCDI war die Performance sogar noch wesentlich besser und die Anlageform in deutlich defensivere Werte legte um 33 Prozent zu. Dadurch, dass immer mehr Sparer ihr brachliegendes Kapital in Aktien investieren sehen etliche Experten auch für das Jahr 2022 solide Kursgewinne voraus. Doch Vorsicht, gerade Börsenlaien sollten sich nicht mit riskanten Papieren verspekulieren.

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Weiterführende Quellen zu diesem Thema

1. Frankfurter Allgemeine Zeitung
2. Finanznachrichten.de
3. Wallstreet-Online

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