Inflation im Euroraum mit 7,4 Prozent auf Rekordhöchststand!

Zuletzt aktualisiert: 25. April 2022│   Geschätzte Lesezeit: 2,3 Minuten

Die Inflation im Euroraum ist aufgrund mehrerer Faktoren, darunter vor allem auch der militärische Konflikt in der Ukraine, auf ein neues Rekordhoch angestiegen. Befeuert von den extrem angestiegenen Energiepreisen sieht die Europäische Zentralbank (EZB) vorerst kein Ende der aktuellen Situation.

EZB schließt weiteren Anstieg nicht aus

Basis für die neuen Einschätzungen zur Inflation im Euroraum und für die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union sind die Datenanalysen des Statistikamtes der EU „Eurostat“. In ihrer Auswertung gab die Behörde für den Monat März 2022 die jährliche Inflationsrate im Euroraum mit 7,4 Prozent an (Vormonat 5,9 Prozent). Innerhalb der EU-Staaten lag die Inflationsrate sogar bei 7,8 Prozent. Die Höchstwerte wiesen hierbei Litauen (15,6 Prozent), Estland (14,8 Prozent) sowie Tschechien (11,9 Prozent) auf. Die niedrigsten Raten ergaben sich in Malta (4,5 Prozent) und in Frankreich (5,1 Prozent). Die Bundesrepublik lag mit 7,6 Prozent knapp unter dem EU-Durchschnittswert.

Absolute Inflationstreiber für die Inflation im Euroraum waren der Energiesektor mit einem Anstieg um 4,36 Prozent, der Bereich der Dienstleistungen mit einem Plus von 1,12 Prozent und die Preissteigerungen bei Lebensmitteln, Alkohol sowie Tabak in Höhe von 1,07 Prozent. Die EZB-Experten für Geldpolitik gehen davon aus, dass der Krieg in der Ukraine die Inflation im Euroraum längerfristig über dem von der von den Währungshütern angestrebten 2,0-Prozent-Marke halten wird, welche als Grundlage für ein optimales Wirtschaftsniveau im Euroraum gilt. Ob die Inflation weiter ungehemmt ansteigt, wird sich bereits Ende April zeigen, da Eurostat dann die aktuellen Auswertungen für den laufenden Monat veröffentlicht.

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Weiterführende Quellen zu diesem Thema

1. Eurostat und Europäisches Statistisches System (ESS)
2. Die Welt
3. Wirtschaftswoche

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